Umwelt- und Naturschutz

Intakte Landschaften, saubere Gewässer, unbelastete Böden und vielfältige Tier- und Pflanzenarten sorgen für eine stabile Lebensqualität. Wir setzen uns deshalb dafür ein, die Lebensgrundlagen zu erhalten. Umwelt- und Naturschutz stehen daher im Vordergrund unseres Handelns.

Wasser schützen

Wasser ist unser wichtigster Rohstoff sowie Lebensmittel und muss daher besonders geschützt und behandelt werden. Wir wollen, dass mehr Wasser auf natürliche Weise zurückgehalten wird. Dafür müssen Auen, Moore, Feuchtgebiete und Flüsse renaturiert werden. Sie sind essenziell für intakte Ökosysteme und damit auch für Biodiversität, CO2-Speicherung, Wasserverfügbarkeit und bilden einen Schutzwall gegen die Austrocknung von Teilen Sachsen-Anhalts. Auch Regenwasser soll nicht mehr einfach in den nächsten Fluss weggeleitet, sondern vor Ort ökologisch sinnvoll gespeichert werden. Bei der Bewässerung für die Landwirtschaft wie auch in Gärten brauchen wir digitale Systeme, die dank Datenanalyse Wasser sparen können.

Alle natürlichen Fließgewässer müssen sich in einem guten ökologischen und chemischen Zustand befinden. Leider ist dies bisher nicht der Fall. Um deren Zustand zu verbessern, wollen wir ein Verbot von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln in Gewässerrandstreifen. Außerdem wollen wir, dass die Industrie weniger schmutziges Wasser in die Gewässer einleiten darf.

Naturnaher Hochwasserschutz

Eine Auswirkung der Klimakrise sind extreme Hochwasser in immer kürzeren Zeitabständen. Flüsse brauchen mehr Platz zum Fließen, deswegen müssen Deiche rückverlegt werden. So entstehen mehr Flächen, die überflutet werden können.

Die Elbe ist für Güterschiffe unzuverlässig und ungeeignet. Wir lehnen daher jeglichen Ausbau der Elbe ab.

Keine neuen Deponien in Sachsen-Anhalt

Der aktuell gültige Abfallwirtschaftsplan weist nach, dass es ausreichend Deponiekapazitäten in Sachsen-Anhalt gibt. Wir setzen auf mehr Recycling, anstatt mehr Deponien, um die Menschen vor Ort nicht noch mehr zu belasten. Wir wollen, dass Recycling-Materialien in Vergabeverfahren bevorzugt werden. Auch Müllimporte aus anderen Bundesländern sollen nur noch mit Ausnahmegenehmigung stattfinden. Die Einrichtung eines Reparaturbonusprogramms, Repair-Cafés und ähnliche Initiativen, um Abfälle zu reduzieren, unterstützen wir.

Wälder erhalten

Wälder sind von unschätzbarem Wert: sie speichern CO2, produzieren Sauerstoff, liefern den Rohstoff für die Holzwirtschaft, dienen der Erholung und bieten Lebensräume. Doch die menschengemachte Klimakrise setzt ihm mit nie dagewesenen Schäden zu. Sie ist die Hauptursache für das Waldsterben. Extreme Wettersituationen wie Stürme und Trockenheit mit der Folge einer unzureichenden Wasserverfügbarkeit werden zum neuen Normal. Zur Klimaanpassung muss der Wald zu artenreichen Mischwäldern mit heimischen und standortgerechten Baumarten umgebaut werden. Doch Klimafestigkeit kann nur etwas werden, wenn die Erderwärmung nicht weiter voranschreitet. Wir müssen also auch die Ursache angehen und brauchen deshalb gleichzeitig Klimaschutz. Aus diesem Grund werben wir in allen Bereichen für eine drastische CO2-Reduzierung. Um die Waldbesitzenden zu unterstützen, setzen wir uns für eine finanzielle Honorierung von Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen des Waldes ein.  

Grünes Band weiterentwickeln

Das Grüne Band verläuft entlang der ehemaligen Grenze der DDR und der BRD. Es wurde 2019 als Nationales Naturmonument „Grünes Band Sachsen-Anhalt – Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ ausgewiesen. Dort leben rund 1 200 Tier- und Pflanzenarten, die bedroht sind. Das Grüne Band ist ein wertvolles Biotop, das gleichzeitig ein Symbol für die Friedliche Revolution 1989 ist. Ehrenamtliche haben vor Ort Schätze der Erinnerungskultur seit über 30 Jahren bewahrt. Wir wollen diese am Grünen Band erhalten und dauerhaft mit Leben füllen. Das Grüne Band eignet sich ideal für eine Verknüpfung von Naturschutz, Landwirtschaft und sanftem Tourismus. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass das Gesetz zur Ausweisung belebt wird und die erforderlichen Pläne (Pflege-, Entwicklungs- und Informationsplan) erstellt, weiterentwickelt und umgesetzt werden.
 

Profilbild Wolfgang Aldag

Wolfgang Aldag

Sprecher für Klima-, Natur- und Umweltschutz sowie Kultur
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Pressemitteilungen

KI generiert: Das Bild zeigt zwei Hände, die ein grünes Puzzle in Form eines Händedrucks halten, umgeben von Symbolen für Recycling, Blätter und die Erde. Es vermittelt das Thema Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit.
20.05.26

Sachsen-Anhalt gehört an den Klimatisch der Welt

Vom Zuschauer zum Zukunftsmacher
Zum Antrag „Klimaschutz kennt keine Grenzen: Beitritt zur Under2 Coalition“ erklärt Wolfgang Aldag, klimapolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:
 „Der Klimawandel ist keine ferne Nachricht aus der Weltpolitik. Er steht längst vor unserer Haustür. Er zeigt sich, wenn Landwirtinnen und Landwirte im Frühjahr auf Regen warten, wenn Menschen im Sommer auf versiegelten Plätzen unter Hitze leiden, wenn Wälder austrocknen, Böden Wasser verlieren und Starkregen Kommunen vor neue Herausforderungen stellt. Sachsen-Anhalt spürt die Klimakrise konkret.

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KI generiert: Das Bild zeigt eine Einzelblume, die inmitten einer trockenen, rissigen Erde wächst. Der Hauptinhalt ist die Darstellung von Widerstandsfähigkeit und Leben in einer kargen Umgebung.
08.04.26

Schutz statt Schublade

Klimaanpassung braucht Wirkung, nicht nur Papier 
Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt kritisiert die geplante Minimalumsetzung beim Klimaanpassungsgesetz des Landes. Im Ausschuss für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt wurde heute deutlich, dass die Koalition den Ernst der Lage zwar benennt, den Kommunen aber nicht die Mittel geben will, um die Menschen wirksam vor Hitze, Dürre und Starkregen zu schützen.

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KI generiert: Das Bild zeigt eine Kugel, die eine Miniaturansicht eines Waldes mit Bäumen und Moos enthält. Die Szene spiegelt die natürliche Umgebung wider und vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Harmonie.
10.03.26

Absage des Bundeswehr Camps ist ein Sieg der Vernunft

BROCKEN BLEIBT SCHUTZRAUM.
Wir begrüßen die Absage des geplanten Bundeswehr Karrierecamps auf dem Brocken. Damit ist klar: Das Herz des Nationalparks Harz ist kein Ort für Militärwerbung. Der Brocken steht für Schutz der Natur, für historische Verantwortung und für eine freie demokratische Gesellschaft. Genau deshalb war dieses Vorhaben von Anfang an falsch.

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Kathrin Natho

Referentin für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Forsten