„Das Fischsterben im Gödnitzer See ist kein Betriebsunfall der Natur. Es ist ein Warnsignal. Wenn Wasser fehlt, wenn die Sonne tagelang auf flache Seen brennt und Sauerstoff knapp wird, dann erstickt Leben. Genau das erleben wir in Sachsen-Anhalt. Unsere Antwort heißt: Wasser in der Landschaft halten, Auen wiederbeleben, Gewässer beschatten und Flüsse widerstandsfähiger machen“, erklärt Aldag.
Die Anlagen zeigen, wie angespannt die Lage ist. Die Elbe erreichte bei Wittenberg 30,5 Grad, die Uchte bei Stendal 30,6 Grad, die Mulde bei Priorau 27,6 Grad. Landesweit wurden vielfach die langjährigen mittleren Niedrigwasserabflüsse erreicht oder unterschritten. Die Grundwasserstände liegen im Mittel 50 bis 60 Zentimeter unter den Vergleichswerten des Monats.
Auch beim Baden wird sichtbar, was Hitze mit Gewässern macht. Cyanobakterien traten am Arendsee, am Kulk Gommern, im Naturbad Mosigkau und am Neustädter See auf. In Gommern galt ein Badeverbot. Für Aldag ist klar: „Klimaanpassung ist Gesundheitsschutz, Naturschutz und Zukunftsvorsorge in einem. Wasser muss dort bleiben, wo es gebraucht wird.“
Besonders hart trifft der Wassermangel die Auen. Der Zustand der Hartholzauenwälder hat sich verschlechtert. Dabei sind die Auen an Elbe und Saale ein Schatz für Artenvielfalt, Kühlung und natürlichen Wasserrückhalt.
„Wer Auen schützt, schützt Leben. Sachsen-Anhalt braucht eine Wasserwende mit Tempo: mehr Renaturierung, weniger versiegelte Flächen und eine Klimaanpassung, die nicht im Papier verdunstet“, sagt Aldag.
Anhang: Antwort Kleine Anfrage KA 8/3905 „Auswirkungen der jüngsten Hitzewelle auf Gewässer und Wasserhaushalt“; Anlage1 KA 8/3905; Anlage2 KA 8/3905.