Dazu führt Susan Sziborra-Seidlitz, bildungspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, aus: „Schulen sind Spiegel der Gesellschaft. Daher sind sie auch von den gesellschaftlichen Entwicklungen betroffen, einschließlich des erstarkenden Rechtsextremismus. Der Vorfall in Aken ist zutiefst verabscheuungswürdig und reiht sich in eine Vielzahl von Meldungen der letzten Wochen ein. Dies bestätigt den Alarmruf der ostdeutschen Schülervertretungen. Wir müssen diesem Trend mit verstärkter Demokratiebildung und einer früheren Wissensvermittlung über den Nationalsozialismus und die Schrecken des Holocausts entgegentreten. Bisher werden diese Themen erst in der neunten Klasse im Geschichtsunterricht behandelt. Es ist jedoch klar, dass dies viel zu spät ist. Wir fordern daher, dass diese wichtigen Themen altersgerecht und nicht nur im Geschichtsunterricht vermittelt werden.“

31.05.2024