„Ich stehe hier nicht nur als Politikerin, sondern als Bürgerin, die dieses Land liebt und die sich, wie viele, Sorgen macht, dass seine Zukunft auf dem Spiel steht, wenn Antidemokraten Wahlen gewinnen.“
Sziborra-Seidlitz machte deutlich, dass die Regierungserklärung kein Aufbruchssignal setze:
„Herr Schulze spricht von Wachstum, Sicherheit und Gerechtigkeit, aber seine Politik ist ein ‚Weiter so‘. Sachsen-Anhalt braucht mehr. Es verdient Zukunft, und die gestalten wir Grüne.“
Sziborra-Seidlitz forderte einen neuen Wachstumsbegriff, der auf Innovation, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung setzt:
„Wachstum entsteht heute nicht durch Beton, sondern durch Ideen und Mut. Durch grüne Energie, starke Gemeinden und Menschen, die Zukunft schaffen, statt Stillstand zu verwalten.“
Beim Thema Sicherheit machte Sziborra-Seidlitz klar, dass für sie nicht Überwachung, sondern Vorsorge im Mittelpunkt steht:
„Wahre Sicherheit bedeutet Klimaschutz, Hitzeschutz und Hochwasserschutz. Sicherheit heißt, vorbereitet zu sein, ökologisch, sozial und vorausschauend.“
Zentral war auch der Appell für mehr Bildungsgerechtigkeit: „Wer bei Bildung ‚keine Experimente‘ sagt, nimmt sehenden Auges hin, dass weiterhin fast zehn Prozent der Kinder im Land die Schule ohne Abschluss verlassen. Wenn Kinder früh aussortiert werden, verlieren wir Talente und Chancen. Chancengerechte Bildung braucht mutige Reformen. Wir wollen eine Schule, die niemanden zurücklässt, ohne Sitzenbleiben, mit echter Inklusion.“
Deutlich kritisierte sie die Haltung der CDU zur Sozialpolitik: „Gerechtigkeit heißt nicht, Arbeitspflicht zu predigen und Menschen zu stigmatisieren, sondern sie zu stärken. Wer es schwer hat, hat ein Recht auf Unterstützung, ganz ohne Bedingungen.“
Zum Schluss betonte Sziborra-Seidlitz die demokratische Verantwortung aller Parteien: „Wachstum mit der CDU heißt Öl, Gas und Abhängigkeit. Sicherheit mit der CDU heißt Überwachung statt Vorsorge. Gerechtigkeit mit der CDU heißt Arbeitszwang statt Chancen. Wir Grüne stehen für das Gegenteil: Wandel statt Angst. Verantwortung statt Verdrängung. Eine Zukunft, die unseren Kindern gehört, nicht der Vergangenheit.“
