Helmich kritisiert, dass Redmann den Polizeiberuf parteipolitisch auflade. Die Polizei stehe für den Schutz aller Menschen und nicht für parteipolitische Botschaften aus einem Ministerium.
„Polizistinnen und Polizisten sind keine Kulisse für Instagram Kampagnen. Sie sind das Rückgrat des Rechtsstaates. Wer den Eindruck erweckt, Sicherheitsbehörden könnten je nach Wahlergebnis einfach politisch umgeleitet werden, beschädigt Vertrauen. Ein Innenminister sollte den demokratischen Staat stärken. Er sollte nicht mit Seitenhieben auf andere Länder um Aufmerksamkeit kämpfen.“
Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen betont, dass Sachsen-Anhalt gerade in einer politisch angespannten Lage Menschen braucht, die bleiben, mitgestalten und die demokratischen Institutionen von innen heraus stärken.
„Unser Land wird nicht sicherer, wenn engagierte junge Menschen gehen. Es wird sicherer, wenn sie bleiben. Wer heute zur Polizei Sachsen-Anhalt geht, entscheidet sich für eine Aufgabe mit Haltung. Für Verfassungstreue. Für Menschenwürde. Für eine Sicherheit, die allen gilt. Das ist keine kleine Berufswahl. Das ist ein Dienst an der Demokratie.“
Helmich fordert, die Debatte auf die wirklichen Aufgaben zu lenken. Dazu gehören gute Ausbildung, moderne Ausstattung, verlässliche Arbeitsbedingungen, eine klare Fehlerkultur und konsequente demokratische Bildung in der Polizei.
„Sachsen-Anhalt muss besser werden. Auch bei der Polizei. Aber der Weg dahin führt nicht über Abwerbung, Spott und politische Stimmungsmache. Der Weg führt über Respekt vor den Beschäftigten, gute Bedingungen und eine klare demokratische Haltung. Wir wollen eine Polizei, die stark ist, weil sie gut ausgebildet ist, weil sie Vertrauen genießt und weil sie fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht.“
