Der neue Landesrahmenvertrag zur Eingliederungshilfe ist ein wichtiger Schritt zu mehr Verlässlichkeit, Transparenz und Menschlichkeit. Er setzt stärker auf personenzentrierte und modular wählbare Leistungen. Genau das schafft Sicherheit im Wandel. Wer Unterstützung braucht, soll nicht in starre Strukturen gedrängt werden. Die Unterstützung muss zum Alltag, zu den Zielen und zum Leben des einzelnen Menschen passen.
„Eine inklusive Gesellschaft erkennt man daran, dass Menschen nicht verwaltet werden, sondern ihr Leben selbst gestalten können. Sachsen-Anhalt kann hier zeigen, was moderne Sozialpolitik bedeutet: näher am Menschen, klarer in den Verfahren und mutiger bei der Teilhabe“, so Sziborra-Seidlitz.
Besonders wichtig ist aus grüner Sicht der Blick auf Arbeit. Menschen mit Behinderungen gehören mitten in die Gesellschaft und mitten ins Arbeitsleben. Zielvereinbarungen mit Werkstätten müssen echte Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglichen. Das stärkt Selbstbestimmung, eröffnet neue Perspektiven und hilft zugleich einem Land, das jede Fachkraft braucht.
Jetzt entscheidet die Umsetzung. Die Landesregierung muss die Umstellung eng begleiten, Bürokratie abbauen und die Personalsituation realistisch im Blick behalten. Gute Teilhabe entsteht nicht allein auf Papier. Sie entsteht in Wohnungen, in Betrieben, in Schulen, in Vereinen und überall dort, wo Menschen ihren Platz selbst wählen können.
„Unser Maßstab ist eine Gesellschaft für alle. Nicht der Mensch muss ins System passen. Das System muss zum Menschen passen.“