Madeleine Linke, energiepolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, erklärt: „Wir wollen den Braunkohleausstieg in Mitteldeutschland beschleunigen und gleichzeitig die Zukunft unserer Industriestandorte sichern. Ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk in Schkopau kann dafür den Weg ebnen. Die kommenden Ausschreibungen müssen die Bedürfnisse der Industrie und die Bedeutung Ostdeutschlands stärker berücksichtigen. Wir brauchen faire Bedingungen, damit auch unsere Region von den Investitionen in die Energieversorgung der Zukunft profitiert.“
Die Zuschläge für den Energiekonzern LEAG zeigen zugleich, welche Möglichkeiten der Umbau bestehender Kohlestandorte eröffnet. „Wenn bisherige Kohlekraftwerke künftig zur Versorgungssicherheit beitragen können, eröffnet das neue Spielräume für einen früheren Braunkohleausstieg. Gleichzeitig entstehen Perspektiven für die Beschäftigten in den Kohleregionen. Aus diesen Möglichkeiten müssen nun konkrete Investitionen und sichere Arbeitsplätze werden“, so Linke.
Voraussetzung dafür ist eine verlässliche Wasserstoffinfrastruktur. Grüner Wasserstoff muss künftig tatsächlich verfügbar sein und insbesondere dort ankommen, wo ihn die chemische Industrie als Rohstoff benötigt. Kraftwerksplanung und Wasserstoffhochlauf müssen deshalb gemeinsam mit den regionalen Unternehmen und Kommunen vorangetrieben werden.
Linke abschließend: „Die Bundesregierung muss bei den nächsten Ausschreibungen nachsteuern. Sachsen-Anhalt darf beim Umbau der Energieversorgung nicht auf der Strecke bleiben. In Schkopau geht es um die Zukunft einer ganzen Industrieregion. Wir brauchen einen klaren Plan, der Versorgungssicherheit, Klimaschutz und gute Arbeitsplätze miteinander verbindet.“