29.07.2026

Reiches bestgehütetes Geheimnis

Erneuerbare stärken Sachsen-Anhalts Wirtschaft und Kommunen. Nachweislich!

Eine neue, von Bundesfossilministerin Reiche bisher zurückgehaltene Studie zur regionalen Wertschöpfung durch erneuerbare Energien zeigt: Windkraft und Photovoltaik können bis 2033 bundesweit jährlich rund 21 Milliarden Euro direkte Wertschöpfung auslösen. Bis zu 12,4 Milliarden Euro könnten bei regionalen Eigentums-, Betreiber- und Auftragsstrukturen in den Standortregionen gebunden werden. Selbst im konservativen Szenario verbleiben mindestens 8,6 Milliarden Euro vor Ort. Entscheidend ist, wem die Anlagen gehören, wer sie betreibt und welche Unternehmen an Bau, Wartung und Betrieb beteiligt sind.

Dazu erklärt Sebastian Striegel, energiepolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: „Das hört Frau Reiche offensichtlich nicht gerne, aber Erneuerbare schaffen Wohlstand! Sachsen-Anhalt produziert große Mengen sauberen Stroms und wir wollen weiter profitieren. Die Energiewende stärkt vor Ort Kitas, Feuerwehren, Vereine, Handwerksbetriebe und kommunale Investitionen. Die Bundesministerin sollte nun Konsequenzen aus der bisher verschämt hinter dem Berg gehaltenen Studie ziehen und ihren Kurs ändern. Die Zukunft ist nicht fossil, sondern erneuerbar. Die bisherige Politik von CDU und SPD passt nicht hierzu. Die im Bund aktuell diskutierten Gesetze zum Abwürgen der Energiewende müssen überarbeitet werden.“

Wie groß das Potenzial der Erneuerbaren ist, zeigt Dardesheim im Landkreis Harz. Der Windpark Druiberg ist laut Studie mit jährlich rund 700.000 bis 900.000 Euro der größte Gewerbesteuerzahler der Stadt Osterwieck. Hinzu kommen zuletzt rund 250.000 Euro im Jahr aus Zahlungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Eine regionale Servicestelle sichert außerdem dauerhafte Facharbeitsplätze.

Striegel weiter: „Dardesheim ist kein glücklicher Einzelfall, sondern ein Bauplan für ganz Sachsen-Anhalt. Wer die Energiewende bremst, verhindert nicht nur Klimaschutz. Er nimmt unseren Städten und Dörfern Einnahmen, Aufträge und Zukunftschancen. Beteiligungszahlungen allein reichen deshalb nicht. Wir brauchen mehr Bürgerenergie, starke Stadtwerke, kommunales Eigentum und regionale Unternehmen, die an Bau und Betrieb verdienen.“

Die Landtagsfraktion fordert einen Bürgerenergiefonds, bessere Bürgschaften für kommunale und genossenschaftliche Projekte, einen bevorzugten Zugang zu öffentlichen Flächen sowie eine jährliche Wertschöpfungsbilanz für alle Landkreise und kreisfreien Städte. Die Landesregierung muss transparent machen, wie viel Geld aus Windkraft und Photovoltaik tatsächlich vor Ort ankommt.

„Sachsen-Anhalt darf nicht länger nur Stromlieferant sein. Die Energie wird hier erzeugt. Also müssen auch Wertschöpfung und Wohlstand hierbleiben“, so Striegel abschließend.

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-a- Studie BMWE: Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Publikationen/Studien/staerkung-der-regionalen-wertschoepfung-durch-erneuerbare-energien.pdf

-b- Studie Bertelsmann-Stiftung: Beschäftigung in den erneuerbaren Energien: Entwicklung und politische Reformen
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/beschaeftigung-in-den-erneuerbaren-energien-entwicklung-und-politische-reformen

-c- Parlamentarische Initiativen
https://www.gruenstaerkt-lsa.de