Unser Sprecher für Umwelt, Natur und Klimaschutz Wolfgang Aldag macht deutlich: „Klimaanpassung ist keine freiwillige Zusatzaufgabe. Sie ist Gesundheitsvorsorge, Schutz unserer Infrastruktur und damit eine Frage der öffentlichen Sicherheit.“ Wer Klimaanpassung ernst meint, muss Kommunen befähigen, nicht nur Papier zu produzieren.
Dass Landkreise und kreisfreie Städte Konzepte erarbeiten sollen, ist richtig. Falsch ist, sie dafür mit Symbolbudget und Symbolstellen abzuspeisen. Eine Viertelstelle reicht nicht einmal, um Maßnahmen zu koordinieren, Fördermittel zu bündeln und Beteiligung zu organisieren. So entsteht das nächste Konzept für die Schublade, während draußen die Schäden wachsen und die Kosten explodieren.
Aldag fordert deshalb eine verlässliche Finanzierung für vollzeitbeschäftigte Klimaanpassungsmanager*innen und eine verbindliche Landesstrategie, die Klimaanpassung konsequent mit Klimaschutz, Wasser in der Landschaft, hitzeresilienten Städten und robuster Infrastruktur verbindet. „Wir dürfen nicht warten, bis der nächste Sommer Krankenhäuser überlastet und der nächste Starkregen ganze Straßenzüge lahmlegt. Vorsorge ist billiger als Reparatur und sie ist menschlicher als Katastrophenverwaltung“, so Aldag.
Wir werden das Gesetz im parlamentarischen Verfahren deutlich nachschärfen. Sachsen-Anhalt braucht keine Pflichtübung, sondern ein Programm, das Kommunen handlungsfähig macht und Menschen schützt. Klimaanpassung heißt: Katastrophen vorbeugen, bevor sie zuschlagen. Wer jetzt zu klein denkt, riskiert später große Schäden.
