Die finanzielle Lage vieler Studierender habe sich deutlich verschärft. Steigende Mieten, höhere Lebenshaltungskosten, Semesterbeiträge, digitale Arbeitsmittel und Fachliteratur belasteten junge Menschen erheblich. Viele Studierende arbeiteten neben dem Studium. Problematisch werde es dort, wo Erwerbsarbeit nicht mehr Ergänzung sei, sondern Voraussetzung, um überhaupt studieren zu können.
„Ein Studium darf nicht daran scheitern, dass am Monatsende das Geld für Miete, Essen oder einen neuen Laptop fehlt. Wer junge Menschen dauerhaft überlastet, gefährdet Bildungswege, Talente und Vertrauen“, so Meister.
Die Grünen fordern unter anderem höhere BAföG Bedarfssätze, eine automatische Anpassung ansteigende Kosten, realistische Wohnkosten, höhere Freibeträge, eine bessere Studienstarthilfe sowie ein einfaches digitales Antragsverfahren. Perspektivisch müsse das BAföG stärker elternunabhängig ausgestaltet werden.
Für Sachsen-Anhalt sei die Reform auch Standortpolitik. Hochschulstädte wie Halle, Magdeburg, Merseburg, Köthen, Wernigerode und Stendal seien auf junge Menschen angewiesen, die im Land studieren, forschen, gründen und bleiben.
Meister betont: „BAföG ist kein Almosen. Es ist ein Versprechen auf faire Chancen. Wer Zukunft will, muss in junge Menschen investieren. Berlin muss jetzt liefern.“
