Die Enquete Kommission hat gezeigt: Wir brauchen einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Gerade in Zeiten von Desinformation, Plattformmacht internationaler Tech Konzerne und wachsender Verunsicherung braucht unsere Demokratie Medien, die unabhängig arbeiten, sauber recherchieren und die Regionen sichtbar machen. Die Finanzierung muss dem Auftrag folgen. Wer den Auftrag bestellt, muss auch ehrlich über seine Finanzierung sprechen.“
Frederking betont, dass die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Reformen, Transparenz und starke Kontrolle unterstützt.
„Reform ja. Kahlschlag nein. Wir wollen den MDR modernisieren, aber nicht kaputtsparen. Wer Beitragssenkungen verspricht, muss ehrlich sagen, welche regionalen Angebote und ostdeutschen Geschichten dann verschwinden.“
Kritik richtet Frederking an die CDU, die in ihrem Sondervotum Vorschläge aufgreife, die in der Enquete Kommission nicht beraten wurden. „Das ist medienpolitische Show nach Ladenschluss. Wer Tatort und Polizeiruf erhalten will, darf beim Rundfunkbeitrag nicht blockieren.“
Die aktuellen Einschnitte beim MDR zeigen aus Sicht der Grünen, dass die Finanzdebatte konkrete Folgen hat: Produktionspausen beim „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg und beim „Tatort“ aus Dresden sowie Kürzungen bei Politik, Hintergrund und digitalen Angeboten gefährden ostdeutsche Sichtbarkeit.
„Claudia Michelsen spricht von einer Minimierung des Ostens im Fernsehen. Genau dieses Gefühl nehmen viele Menschen wahr. Der Magdeburger Polizeiruf ist mehr als ein Krimi. Er bringt Sachsen-Anhalt in Millionen Wohnzimmer. Wenn solche Formate verschwinden, wird unser Land kleiner erzählt.“
Frederking fordert, Einsparungen beim MDR künftig so zu organisieren, dass regionale Identität, journalistische Qualität und ostdeutsche Perspektiven erhalten bleiben.
„Der MDR soll weiterhin für ostdeutsche Perspektive und regionale Identität stehen. Wir kämpfen für einen modernen, transparenten und starken Rundfunk. Einen Rundfunk, der zuhört, erklärt und Sachsen-Anhalt sichtbar macht.“