Kinderarmut: Bund lässt Kinder im Stich

11.03.2021

In der heutigen Landtagsdebatte zu Kinderarmut hat Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, erneut eine Kindergrundsicherung auf Bundesebene gefordert. „Armut, besonders wenn sie Kinder und Jugendliche betrifft, ist in unserem reichen Land ein Skandal. Armut schmälert die soziale Teilhabe, macht krank und verbaut Lebenschancen. Direkte materielle Armutsbekämpfung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und auf Bundesebene zu regeln: Die Kindergrundsicherung muss eingeführt werden. Jedes Kind braucht eine gesicherte Existenz als Rechtsanspruch, unabhängig vom Status der Eltern.“, fordert Lüddemann.

„Auf Landesebene haben wir in dieser Legislatur Schutzfaktoren gegen Armut aufgebaut. Dazu zählen unter anderem die Sonderförderung für Kitas in besonderen Lagen, sogenannten ,Problemvierteln‘, die Abschaffung der Studiengebühren, das Azubi-Ticket für den ÖPNV und die Erhöhung des Taschengeldes für Kinder und Jugendliche in Wohngruppen. Damit haben wir punktuell Teilhabechancen auch in Armutslagen verbessert. Aber das reicht natürlich nicht. Wir wollen es in der nächsten Legislatur ausbauen“, so Lüddemann. So soll die Sonderförderung flächendeckend ausgebaut werden und ein Kinder- und Jugendticket eingeführt werden, um alle jungen Menschen im Land eine Mobilität zu ermöglichen.

„Letztlich geht es auch darum, wie wir über Armut reden. Menschen leiden nicht nur an einem leeren Konto, sondern auch an sozialer Abwertung. Für die Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern ist das fatal. Wir müssen dem im Alltag entgegentreten, jede und jeder von uns.“

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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