Prävention gegen Spielsucht muss verstärkt werden

04.02.2021
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Der neue Glückspielstaatsvertrag verbessert die Lage, hat jedoch Optimierungsbedarf, wie Sebastian Striegel, innenpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen bei der Einbringung in der heutigen Landtagssitzung darstellte. „Der neue Staatsvertrag beendet einen Zustand, bei dem das Online-Glücksspiel massenhaft, aber vollkommen ungeregelt stattfindet. Unter den bisher geltenden Bedingungen konnte der Staat weder gegen schwarze Schafe auf dem Markt vorgehen, noch von Glückspielsucht betroffenen Personen die nötigen Hilfsangebote in ausreichender Menge verfügbar machen. Die vorliegende Regelung ist nicht optimal, sie stellt gleichwohl eine Verbesserung gegenüber dem gesetzlosen Zustand dar, der sich bisher auf diesem Markt zeigte.“

„Es gibt aber durchaus noch Gefahren: Bei den eher niedrigen Durchschnittsgehältern in Sachsen-Anhalt ist zum Beispiel das monatliche Limit von 1000 Euro kaum geeignet, einen Menschen wirksam vor dem finanziellen Ruin zu schützen. Hier will meine Fraktion tätig werden. Ein weiteres massives Problem ist bislang das Fehlen von flächendeckenden Beratungs- und Hilfsangeboten. Aktuell bietet nur die Stadtmission Magdeburg ein auf Glückspielsucht spezialisiertes Beratungs- und Hilfsangebot an. Wir haben also eine große Aufbauleistung vor uns. Die Landesregierung hat sich verpflichtet, diesen Aufbau jetzt zu leisten“, so Striegel.

 

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
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Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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