Impfen ist der Ausweg aus der Pandemie

04.02.2021
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Die schnelle Impfstoffentwicklung ist Licht am Ende des Tunnels. Jetzt gilt es mit allen Mitteln Produktionskapazitäten auszubauen. Das erklärte Cornelia Lüddemann bei der Aktuellen Debatte zu Corona-Impfungen in der heutigen Landtagssitzung. „Es ist notwendig, dass alle möglichen Produzenten in die Herstellung von Impfstoffen einbezogen werden. Sollten die im Zuge des Impfgipfels gegeben Zusagen zu Kooperationen und Kapazitätserhöhungen nicht zeitnah greifen, muss die Freigabe von Lizenzen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes erfolgen. Impfstoffe dürfen nicht künstlich verknappt werden.“

„Das gemeinsame europäische Vorgehen bei der Zulassung und Bestellung von Impfdosen war der richtige Weg. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, was eine Gemeinschaft, ein Solidarverband wirklich wert ist und hier hat Europa funktioniert. Eine globale Pandemie kann nur gemeinsam besiegt werden. Einzelkämpfertum und nationale Egoismen führen nicht zum Erfolg.“ Lüddemann wies darauf hin, dass die Europäische Union genügend Impfdosen bestellt hat (zwei Milliarden Dosen für die 450 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner). „Das Feilschen um einen geringen Preis, auch das gehört zur Ehrlichkeit dazu, hat aber Zeit gekostet, so dass andere Bestellungen schneller finalisiert waren.“ Lüddemann fordert außerdem die Bundesregierung auf, die C-TAP-Initiative der Weltgesundheitsorganisation zu unterstützen, damit wissenschaftliche Forschungsergebnisse, Daten und Technologien aus der Covid-19-Forschung niedrigschwellig ausgetauscht werden können.

Zur viel diskutierten Frage der Prioritätensetzung der Impfgruppe sagte Lüddemann sehr klar: „Ich bin froh, dass der Ethikrat handlungsleitende Empfehlungen gegeben hat. Damit ist ein bundesweit einheitliches Vorgehen unabhängig von politischer Einflussnahme garantiert. Im Rahmen dieser Empfehlungen plädiere ich dafür, die Gruppe der pflegenden Angehörigen in die oberste Priorität zu ziehen. Diese Menschen leisten Pflegearbeit rund um die Uhr. Ihnen steht kein Kollege bereit, wenn sie selbst krank werden. Sie müssen genauso geschützt werden, wie Pflegekräfte in Altenheimen oder Krankenhäusern.“

 

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
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Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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