Homeoffice: Es braucht Gesetze statt Appelle

14.01.2021
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Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen will alle Möglichkeiten nutzen, damit mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Homeoffice arbeiten können. „Die derzeitigen Infektionszahlen sind besorgniserregend, insbesondere mit Blick auf die neue Mutation des Virus. Wir müssen nun alles tun, vernünftig durch die schwierigsten Wochen der Pandemie zu kommen. Da helfen Streitigkeiten innerhalb der Koalition nicht weiter“, sagt Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Ich erwarte, dass alle Verantwortlichen sich ausschließlich auf die Sacharbeit konzentrieren. Das erwarten die Menschen im Land und das zu Recht.“

„Uns ist bewusst, dass nicht alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Homeoffice arbeiten können. Dennoch lassen sich zahlreiche Arbeiten problemlos von Zuhause erledigen. Der Trend zum Homeoffice bestand bereits vor Corona und viele Betriebe haben sich in den vergangenen Monaten auf den Weg gemacht. Aber die bisherigen Appelle sind dennoch bei zu vielen Unternehmen nicht angekommen. Die Infektionszahlen lassen keine Spielräume mehr zu“, stellt Lüddemann fest.

„Wenn wir aktuell begründet in die Freiheitrechte der Bürgerinnen und Bürger und in das Recht auf Bildung der jungen Generation eingreifen, ist eine Einschränkung der unternehmerischen Freiheit zu akzeptieren. Wir plädieren daher für eine befristete Corona-Arbeitsschutzverordnung, die Unternehmen während der Pandemie verpflichtet, ihren Beschäftigten Homeoffice zu ermöglichen, soweit es die betrieblichen Anforderungen zulassen. Dazu sollte eine Hotline eingerichtet werden, an die sich Beschäftigte wenden können, wenn ihre Unternehmen dagegen verstoßen. Gleichzeitig braucht es auch Beratungsangebote für Unternehmen, um die Gestaltung des Homeoffice praktisch und rechtlich umzusetzen.“
 

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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