Glasfaserausbau statt Kupferkabel: Nicht den Anschluss verpassen!

08.01.2021
fiber optical network cable

Laut MDR-Morgenticker hat Wirtschaftsminister Armin Willingmann angekündigt, dass der Breitbandausbau auf 50 Megabit pro Sekunde bis Jahresende abgeschlossen sein soll. „So erfreulich diese Zuwachsrate bei der Internetversorgung ist, so ernüchternd ist der mickrige Stand des Glasfaserausbaus im Land. Dieser ist jedoch entscheidend, da mit Glasfaser Up- und Downloadgeschwindigkeiten von weit über 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden können. Die von uns angestoßene Gigabitstrategie des Landes muss daher zielstrebig umgesetzt und die Glasfaser-Datenhighways im Land ausgebaut werden“, bilanziert Sebastian Striegel, Sprecher für Digitales Leben der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

„Fortschritte bei der Verfügbarkeit von 50 Megabit pro Sekunde gehen im Wesentlichen auf Kupferkabel zurück. Diese sind von gestern und wenig leistungsfähig. Wir müssen bei der Erfolgsmessung weg von sich schnell überholenden Breitbandzielen. Infrastrukturziele mit reinem Glasfaserausbau müssen unser Benchmark sein. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern wird die immense Herausforderung klar. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht den Anschluss an die Zukunft nicht verpassen“, so Striegel.

Die derzeit geltende Breitbandförderrichtline des Landes stammt bereits aus den Jahren 2014/15 und ist veraltet. Der zuständige Bundesminister hat bereits im September letzten Jahres Neuerungen in der Förderung ab 2023 angekündigt. Auch die EU hatte im letzten September bereits grünes Licht für die neue Förderung gegeben.

„Für die Umsetzung der Gigabitstrategie des Landes muss die bestehende unzulängliche Kompatibilität von Bundes- und Landesförderung aufgelöst werden. Wir brauchen zeitnah eine neue Glasfaser-Breitband-Förderrichtlinie. Das zuständige Landes-Ministerium ist aufgefordert diese vorzulegen, statt Pressemitteilungen zu veröffentlichen, die bei Netzexpertinnen und -experten nicht mal ein müdes Lächeln hervorrufen“, formuliert Sebastian Striegel die Zielstellung.

„Glasfaserautobahnen, nicht Autobahnen, bestimmen heute und morgen über die Lebensqualität und den wirtschaftlichen Aufschwung. Deshalb braucht jedes Haus einen Glasfaseranschluss“, fasst Striegel, die Bedeutung der drängenden Aufgabe zusammen.

 

 

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Mathilde Lemesle
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Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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