Dialog zum "Schulfrieden" kommt viel zu spät

01.10.2020

Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen wird sich an dem Dialog zum „Schulfrieden“ beteiligen, zeigt sich aber skeptisch, ob in kurzer Zeit Ergebnisse erzielt werden können. „Der damalige Bildungskonvent hat gezeigt, dass es klare Rahmen, Ziele und Ressourcen braucht. Das ist mitten im Wahlkampf schlichtweg nicht leistbar. Die Einberufung eines Dialogs acht Monate vor der Landtagswahl zeigt, dass Bildungsminister Marco Tullner nichts mehr zugetraut wird.  Selbstverständlich werden wir uns an den Gesprächen beteiligen. Für uns liegt allerdings ein Umsetzungsproblem und weniger ein Erkenntnisproblem vor“, sagt Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

„Anstatt proaktiv zu agieren, reagiert Bildungsminister Tullner immer erst auf Druck von außen. So auch jetzt wieder mit der Ankündigung des Dialogs als Folge des gescheiterten Volksbegehrens. Als Fraktion haben wir immer den Bildungsminister als auch den Ministerpräsidenten in die Pflicht genommen und ihn aufgefordert, die Herausforderungen rund um den Lehrkräftemangel zur Chefsache zu machen. Leider kommt dieser Erkenntnis jetzt viel zu spät“, so Lüddemann.

„Jetzt zu argumentieren, diesen Dialog frühzeitig zu beginnen, um für zukünftige Regierungen bereits jetzt Richtlinien festzulegen, ist ein Bankrott der bisherigen Arbeit des Ministers. Am Ende bleibt stehen: Er hat sich stets bemüht.“

 

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Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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