Kein Geld mehr für Regionalflughäfen

25.08.2020
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Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen spricht sich dafür aus, dass kein Geld mehr in Regionalflughäfen fließt. Dazu gehört die Passagiersparte des Flughafens Leipzig/Halle. Laut einem heutigen Medienbericht müssen das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle/Saale den Passagierflughafen Leipzig/Halle mit rund fünf Millionen Euro aufgrund der Coronakrise unterstützen. „Der Flughafen Leipzig/Halle ist bei Passagierzahlen ein Regionalflughafen, dessen Zahlen durch Corona rückläufig sind. Derzeit gibt es praktisch keine Flüge und Passagiere. Deshalb ist jetzt der ideale Zeitpunkt, den Passagierflughafen zu schließen, anstatt noch Millionen zu investieren und damit zu versenken“, sagt Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der grünen Landtagsfraktion.

 

„Mit der Bahn ist der Berliner Flughafen von Halle und Leipzig in eineinhalb Stunden erreichbar, der Flughafen Frankfurt in drei Stunden. Schon vor der Krise gab es kaum noch Linienflüge von Leipzig/Halle, der Flughafen ist lediglich ein selten genutzter Urlaubsfliegerstützpunkt. Dazu kommt, dass die Europäische Union ab 2024 staatliche Zuschüsse für Flughäfen verbietet. Auch die Besteuerung von Flugbenzin steht auf der Tagesordnung. Neben dem wirtschaftlichen Wahnsinn sind Regionalflughäfen auch ökologisch untragbar. Der Zeitpunkt ist also günstig zum Umdenken. Statt Regionalflughäfen muss der Verkehr auf den Schienen ausgebaut werden“, so Lüddemann.

 

„Es kann nicht sein, dass am gleichen Tag zu lesen ist, dass wir als Land fünf Millionen an den Flughafen zahlen, aber der Ausbau der S-Bahn-Strecke im Süden des Landes wegen fehlenden Geldes gefährdet ist. Ich erwarte, dass der Schienenausbau endlich oberste Priorität bekommt. Das ist wirtschaftlich und für den Klimaschutz das einzig Vernünftige.“

 

Anmerkung: In einem früheren Version der Pressemitteilung hieß es, dass Zahlen rückläufig sind, auch schon vor Corona. Das ist inhatlich nicht korrekt. Wir haben dies nun berichtigt.

 

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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