FrauenOrte: Frauengeschichte bekannter machen

14.08.2020

 

„Frauengeschichte gewinnt offenbar an Interesse. Das ist erfreulich. Doch um FrauenOrte bekannter zu machen, um damit Mädchen und Frauen zeigen zu können, was alles möglich ist, braucht es mehr“, fasst Cornelia Lüddemann, Sprecherin für Gleichstellung der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen  ihre Erkenntnisse aus den Antworten auf ihre Kleine Anfrage an die Landesregierung zusammen.

 

„Die 2019 neu eingerichtete Koordinierungsstelle ist ein erster, wichtiger Schritt, aber um die gut aufgearbeiteten derzeit 51 FrauenOrte auch wirklich bekannt zu machen, braucht es mehr. Ich erwarte vom Tourismusminister Willingmann, nun auch den zweiten Schritt zu machen und Geld für die Verbreitung der Informationen und für pädagogische Konzepte zur breiten Rezeption, etwa in Schulen, zur Verfügung zu stellen“, fordert Lüddemann.

 

„Trotz formaler Gleichstellung haben wir tatsächlich noch viel zu tun. Frauen sind beispielsweise in Führungspositionen unterrepräsentiert. Da sind Vorbilder Orientierungshilfen und können Mädchen zeigen, was alles möglich ist,“ ist sich Lüddemann sicher und gibt Beispiele: „Mit Marianne Brandt, als einziger Meisterin am Bauhaus, Dorothea von Erxleben, Deutschlands erster Ärztin oder der weltweit bekannten Unternehmerin Käthe Kruse aus Bad Kösen hat unser Bundesland einiges zu bieten. FrauenOrte vom Courage e.V. ist ein Projekt, das die Lebenswirklichkeiten und Lebensentwürfe von diesen und vielen anderen außergewöhnlichen Frauen im Land sichtbar macht. Dessen Unterstützung durch das Land konnten wir Grüne erfolgreich in den Koalitionsvertrag hinein verhandeln.“

 

Hintergrund: Das Projekt FrauenOrte wurde vor 20 Jahren im Rahmen der EXPO ins Leben gerufen. Trotz wechselvoller Trägergeschichte gibt es derzeit 51 FrauenOrte. Der Landtag stellte in der 6. Wahlperiode fest „… ,dass das Projekt FrauenOrte, welches Frauen- und Regionalgeschichte verbindet, für das Land Sachsen-Anhalt aus gleichstellungspolitischer und aus touristischer Sicht von Bedeutung ist.“ Im Koalitionsvertrag von CDU, SPD und GRÜNEN findet sich der Satz: „Wir prüfen eine Verstärkung der touristischen Wirkung des Projekts FrauenOrte.“ Dementsprechend wurde im September 2019 durch das für Tourismus zuständige Wirtschaftsministerium eine Koordinierungsstelle für das Projekt FrauenOrte eingerichtet. Mehr Informationen zu FrauenOrten gibt es hier: https://frauenorte.net/. Die Kleine Anfrage kann hier abgerufen werden.

 

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
0391 560 4008