Land muss stärker auf alternative Antriebe für Züge setzen

15.03.2020

In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit nur zwei Projekte, die alternative Antriebe für Züge erproben. Diese stehen laut Landesregierung aber nur im Anfangsstadium. Das geht aus einer Kleinen Anfrage von Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, hervor.

„Unser Ziel ist, 2032 aus dem Dieselbetrieb von Zügen auszusteigen, wenn die laufenden Verträge enden. Dafür braucht es alternative Antriebe. Nur rund die Hälfte der Bahnstrecken in Sachsen-Anhalt sind elektrifiziert. Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie sich mit Nachdruck beim Bund für mehr Elektrifizierung einsetzt. Es braucht aber mehr: Elektrozüge mit Akkus und grüner Wasserstoff sind gute Alternativen insbesondere für Nebenstrecken“, erklärt Lüddemann.

Lüddemann weist auf die Vorteile der Elektrozüge gegenüber Dieselloks hin: „Sie sind natürlich umweltfreundlicher, aber auch leiser und bieten einen höheren Komfort für die Kunden. Bereits jetzt gibt es Prototypen für Elektrozüge mit Akkus, die eine Reichweite von 100 Kilometer haben. In ein paar Jahren werden sie serienreif sein. Sachsen-Anhalt muss diese Möglichkeit stärker in den Blick nehmen, auch aufgrund der hohen Kosten für Elektrifizierung von Nebenstrecken.“

„Der Strukturwandel muss für die Mobilitätswende genutzt werden. Zwei Projekte zu alternativen Antriebstechnologien und eine Strecke für die Elektrifizierung sind eindeutig zu wenig. Die Potentiale vom grünen Wasserstoff müssen erforscht, erprobt und anschließend genutzt werden“, fordert Lüddemann.

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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