Landwirtschaft muss Gesellschaft als Verbündete sehen

22.10.2019

Foto: Eigene Aufnahme

Heute demonstrieren in Magdeburg Landwirtinnen und Landwirte, die sich von Politik und Gesellschaft gegängelt fühlen. Auslöser ist das von der Bundesregierung beschlossene Agrarpaket bestehend aus Insektenschutzprogramm, Tierwohlkennzeichen und die Umschichtung von Mitteln der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) ab dem Jahr 2020, damit mehr Umwelt- und Klimaschutz ermöglicht wird.

„Durch viele Gespräche mit Landwirtinnen und Landwirten verstehe ich ihren Unmut. Häufig fühlen sie sich allein gelassen und unverstanden. Doch Politik und Gesellschaft wollen an der Seite der Landwirtschaft stehen. Gerade weil der Klimawandel da ist, dürfen wir die Landwirtschaft mit den Herausforderungen nicht allein lassen“, sagt Dorothea Frederking, agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

„Wir als bündnisgrüne Landtagsfraktion heben überall die Leistungen der Landwirtschaft hervor und werben für die Wertschätzung von Lebensmitteln. Deshalb wollen wir alle Förderungen so ausrichten, dass Anpassung an den Klimawandel, mehr Tierwohl, weniger Pestizide und mehr Artenvielfalt möglich werden.“

„Ein ‚Weiter so‘ wird künftig nicht mehr möglich sein, da der Klimawandel bereits die Ökosysteme aus der Balance bringt. Die Landwirtschaft wird sich verändern müssen, um überhaupt dauerhaft krisenfest sein zu können. Der Landwirtschaft kann es nur helfen, wenn sie die Gesellschaft als Verbündete und nicht als Feind ansieht. Wir als Politik aber vor allem die gesamte Gesellschaft müssen bei den erforderlichen Veränderungsprozessen helfen und insbesondere die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte mit fairen Erzeugerpreisen honorieren und wertschätzen.“

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
0391 560 4008