Gewinnung von Lehrkräften muss zur Chefsache erklärt werden

26.09.2019
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„Es ist höchste Zeit, dass die Lehrkräftegewinnung und die Unterstützung unserer Schullandschaft zur Chefsache erklärt werden“, forderte Wolfgang Aldag, Sprecher für Bildung der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rahmen der Aktuellen Debatte über Lehrkräftemangel. „Wir brauchen kein Klein-Klein, sondern endlich ein Maßnahmenpaket für gute Bildung und für alle Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt.“

„Das Ergebnis der Ausschreibungsrunden zeigt es ganz deutlich: In der Praxis muss sich dringend was ändern“, sagte Aldag. „Wir fordern alternative Besetzungsverfahren zuzulassen und den Schulen vor Ort, sofern sie sich dieser Aufgabe gewachsen sehen, mehr Kompetenzen zuzuschreiben. Es muss möglich sein, dass Bewerbungsverfahren direkt mit den Schulleitungen und Teilen des Lehrkräfteteams vor Ort durchgeführt werden können.“

Außerdem will die bündnisgrüne Landtagsfraktion die Anpassung der Vergütung von Grundschullehrkräften auf E13/A13 verbindlich vereinbaren. „Sachsen, Brandenburg und Berlin als direkte Konkurrenten auf dem Lehrkräftemarkt sind längst dabei. Handeln wir nicht, dann bilden wir in Sachsen-Anhalt Grundschullehrkräfte für unsere Nachbarbundesländer aus.“, so Aldag. Er schlug einen Fünf-Stufenplan vor: Ab Februar 2020 würden die Gehälter aller Grundschullehrkräfte mit jedem Schulhalbjahr ansteigen, damit 2022 alle Grundschullehrkräfte mit E13/A13 bezahlt werden.

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Mathilde Lemesle
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Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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