Lösungen statt Schuldige für den Wald suchen

23.05.2019

Über die Wälder in Sachsen-Anhalt hat der Landtag heute debattiert. „Wir haben es mit katastrophalen Schäden im Wald wegen Stürmen, der Dürre 2018 und dem Borkenkäferbefall zu tun. Wir brauchen eine ehrliche Anerkennung der Schadens-Ursache und die liegt im Klimawandel und nicht bei Claudia Dalbert. Aufgrund des Klimawandels verändern sich die Ökosysteme so gravierend, dass wir mit ihren bisherigen Funktionen nicht mehr rechnen können“, machte Dorothea Frederking, Sprecherin für Landwirtschaft und Forst der Landtagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen, deutlich.

„Wer jetzt so tut, als müssten wir alle nur die Ärmel hochkrempeln und weiter geht es wie bisher, verbunden mit den Rufen nach mehr Personal und mehr Geld, verkennt die Problemlage. Denn solche Vorwürfe verstellen den Blick auf das Wesentliche und werden den Wäldern nicht gerecht.“, kritisierte Frederking. „Die Waldeigentümer dürfen mit den Schäden und den Herausforderungen des Klimawandels nicht allein gelassen werden. Ihr Ruf nach Hilfe ist berechtigt, ihr Schimpfen nicht!“

Frederking zählte die zahlreichen Maßnahmen auf, die das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie auf den Weg gebracht hat: das Kabotageverbot wurde gelockert, Steuererleichterungen ermöglicht, Luftbilder wurden zur Verfügung gestellt, Nasslager errichtet und die Saatgutreserven wurde freigegeben. „In dieser Legislatur ist dem grün geführten Ministerium die Trendwende gelungen. Der Stellenabbau wurde gestoppt, ohne zu Lasten anderer wichtiger Aufgaben.“ Frederking plädierte, sachlich Lösungen zu erarbeiten, damit der Wald dauerhaft bestehen kann.

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
0391 560 4008