Berufsschulnetzplanung: Fahrtkosten für Azubis erstatten

21.06.2018

 

Der Landtag hat heute in einer Aktuellen Debatte über die Berufsschulnetzplanung für Sachsen-Anhalt beraten. Weniger Schülerinnen und Schüler, immer noch zu wenig Lehrerinnen und Lehrer und jetzt längere Wege für unsere Azubis – das Berufsschulsystem befindet sich im Wandel. 

 

„Wir wollen jungen, engagierten Menschen im Land die besten Voraussetzungen für den Start ins Berufsleben bieten und sie dann im Land halten. Deshalb müssen wir alles tun, um die Berufsausbildung so attraktiv wie möglich zu gestalten. Dazu gehört auch ein enges Netz an Berufsschulstandorten, eine qualitativ hochwertige Lehre und kurze Wege zwischen den Ausbildungsstätten, dem Wohnort und der Berufsschule. Dort wo diese kurzen Wege nicht möglich sind, müssen wir dafür sorgen, dass wir die Auszubildenden bei den Fahrt- und Übernachtungskosten unterstützen. Grundsätzlich befürworten wir die Idee eines Azubitickets. Aber das braucht Zeit.“ erklärt der bildungspolitische Sprecher Wolfgang Aldag.

 

Die verkehrspolitische Sprecherin Cornelia Lüddemann ergänzt: „Kurzfristig sollten wir die Richtlinie für Fahrt- und Übernachtungskosten ändern.“ Nach dieser Richtlinie liegt es derzeit im Ermessen des Landesschulamtes, ob und wie viel von den Kosten für Fahrten und Unterbringung, die im Zuge von Berufsschulbesuchen entstehen, zurückerstattet werden. Doch das findet Lüddemann nicht gerecht: „Wer sich beispielsweise für über zwei Stunden am Tag in einen Bus setzt, um die Berufsschule zu erreichen, sollte nicht noch seine knapp bemessene Ausbildungsvergütung dafür schmälern müssen. Zukünftig soll jede Schülerin und jeder Schüler nach transparenten Regeln das Recht auf eine unbürokratische Erstattung von Fahrt- und Unterbringungskosten haben.“

Ansprechpartnerin