„Kompetenzzentrum für mehr Demokratie“

02.09.2016

Statements der Vorsitzenden und jugendpolitischen Sprecherin der Fraktion GRÜNE, Cornelia Lüddemann, im Rahmen der Debatte über den auf Anregung ihrer Fraktion eingebrachten Antrag „Demokratie stärken – Mitwirken der jungen Generation fördern“:

„Die Koalitionsfraktionen wollen die Beteiligung der jungen Generation in den Kommunen unterstützen. Wir sehen die Wichtigkeit einer engen Verzahnung und wir sehen, dass wir die auf Landesebene gesammelten Erfahrungen gut nutzen können. Wir wollen sie – quasi als Dienstleistungen – den Kommunen zur Verfügung stellen. Wie soll das konkret funktionieren? Wir werden ein Kompetenzzentrum gründen. Wir wollen, dass Kommunen hier bei uns in Sachsen-Anhalt so einen kompetenten Ansprechpartner haben, um Beteiligung vor Ort weiter entwickeln zu können.“

„Mit dem Kompetenzzentrum schaffen wir auch auf Seiten der älteren Generation, bei den Kommunalpolitikerinnen und den Kommunalpolitiker sowie der Verwaltung eine neue Erfahrung. Junge Menschen stehen dann nicht weiterhin ,nur‘ für die Zukunft, sondern auch für das Heute.“

„Meine Fraktion ist stolz darauf, dass wir unser Grundanliegen von mehr Beteiligung von jungen Menschen an ihrer Gesellschaft in der neuen, schwarz-rot-grünen Landesregierung verankert haben. Gemeinsam werden wir nun die guten Erfahrungen des jugendpolitischen Programms nutzen. Zusammen mit den jungen Menschen – in deren Sprache, mit angemessenen Methoden – werden wir es fortführen, was auch den Kommunen bei ihrer Jugendarbeit nutzen wird.“

„Beteiligung der jungen Generationen bei Projekten vor Ort findet bisher in Sachsen-Anhalt nur sporadisch statt. Kinder- und Jugendbeteiligung dümpelte im Land so vor sich hin.“ „Nicht nur als unsere Zukunft, nicht nur als Fachkräfte von Morgen sollten wir junge Menschen betrachten. Wir sollten sie hier und heute als eigene Persönlichkeiten ernst nehmen. Junge Menschen sind nicht nur Potenzial, sondern Faktizität.“

„Die Beteiligung junger Menschen in den Kommunen will Schwarz-Rot-Grün stärken. Diese Beteiligung im unmittelbaren Lebensumfeld der jungen Menschen ist immens wichtig – es stärkt die Demokratie, es vermittelt jungen Menschen den Wert demokratischer Politik. Das eigene Lebensumfeld ist dann nicht nur die faktische Lebensbedingung, sondern gestaltbares Lebensumfeld. Es dürfte wenige Lernerfahrungen geben, die so wichtig sind wie die Erkenntnis: Ich kann Einfluss nehmen auf meine Lebensbedingungen.“

„Einflussmöglichkeiten beheben Politikverdrossenheit. Junge Menschen lernen: Wir sind Teil einer Bürgergesellschaft. Können Einfluss nehmen. Haben Mitsprache. Besitzen Mitwirkungsmöglichkeiten.“

Cornelia Lüddemann im Plenum

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02.09.2016
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