„Nulltoleranz von GVO auf Sachsen-Anhalts Äckern ist in Gefahr“

15.02.2016

Anfang September 2015 wurde gentechnisch veränderter Raps auf insgesamt 60 Quadratmetern in Sachsen-Anhalt ausgesät. Knapp zweieinhalb Monate später wurde das Saatgut entdeckt und entfernt. Dies geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt hervor. Dazu sagt die umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Prof. Dr. Claudia Dalbert:

 

„Es ist bisher unerklärlich, wie es zu dieser Aussaat mit gentechnisch verändertem Raps kommen konnte. Klar ist: Dieser Raps kommt von BayerCropScience. Das Saatgut für diesen Raps stammt von einer Saatgutfirma aus Frankreich. Entdeckt wurde die Verunreinigung des Saatguts in Großbritannien Anfang November 2015. Sachsen-Anhalt mag für diese Verunreinigung keine Verantwortung tragen, aber spätestens bei Entdecken der Verunreinigung hätte ich eine andere Form der Reaktion erwartet. Stattdessen verweist die Landesregierung von Reiner Haseloff auf die französischen Behörden, die die Ursachen der Verunreinigung zu klären hätten. Hier sehe ich die Nulltoleranz für gentechnisch veränderte Organismen, GVO, auf Sachsen-Anhalts Äckern in Gefahr. Es bleibt zu hoffen, dass auf diesen und auf umliegenden Äckern kein GVO-Raps auftaucht – denn eine Koexistenz gibt es nicht. Wichtig wird sein, dass die Landesregierung die Rechte der Landwirtinnen und Landwirte sowie der Imkerinnen und Imker ausreichend berücksichtigt.“

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Bildquelle © Susann Städter (Photocase.com)

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