„Die Diskussion hat eindeutig gezeigt, dass Sachsen-Anhalt noch ein großes, ungenutztes Potenzial im Bereich des Wassertourismus hat.“ So fasst der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Christoph Erdmenger die Fachtagung „Tourismus am Wasser“ zusammen. Über 60 Experten hatten die Chance genutzt und waren zu dem Erfahrungsaustausch, organisiert von der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, nach Magdeburg gekommen.

 

„Die Entwicklung des ,Wassertourismus‘ tritt in Sachsen-Anhalt – trotz einiger Investitionen im letzten Jahrzehnt – auf der Stelle. Ist der Tourismus am Wasser in Sachsen-Anhalt ins Wasser gefallen?“ Mit dieser provokanten Frage eröffnete der bündnisgrüne Politiker Erdmenger die Diskussion.  „Sachsen-Anhalt ist spannender und schöner als Thüringen oder Sachsen“, betonte denn auch prompt die MDR-Moderatorin Victoria Herrmann. Diese Potenziale müssten nur gezielt genutzt werden.

 

Neben Fragen zu Hindernissen für den Wassertourismus lenkte die Fachtagung die Diskussion auf touristische Visionen. Dazu referierte der Geschäftsführer von Lahntours-Aktivreisen und stellvertretenden Geschäftsführer des Bundesverbandes Kanutouristik, Ralf Kruse. Er ist maßgeblich am Erfolg der Lahn als Lieblingskanureisefluss Deutschlands beteiligt.

 

In anschließenden Workshops kamen weitere Experten und Gäste zu Wort. Bettina Quäschning (Senior Managerin des Tourismusmarketings der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt) begrüßte den offenen Prozess der bündnisgrünen Fraktion. Das Thema so bei einer Fachtagung zu positionieren, sei sehr gut.

 

Clemens Birnbaum (von der Stiftung Händel-Hauses in Halle sowie Intendant der Händelfestspiele) kam wegen des integrativen Fokus der Tagung. „Es existiert eine Nachfrage in der Verbindung von Natur- und Kulturtourismus, Wein, Saale-Radwanderweg und Kultur. Aber gerade bei der Verbindung von Beidem gibt es noch infrastrukturelle Hindernisse.“ Der Geschäftsführer von OUTTOUR-Aktivreisen aus der Region Saale-Unstrut, Jens Bellmann, war begeistert über das Engagement der bündnisgrünen Fraktion. Es sei sinnvoll, wenn sich Umweltschützer und Unternehmer zusammensetzen, um nach Wegen für ein nachhaltiges Wirtschaften zu suchen.

 

Erdmengers Fazit aus der Veranstaltung: „Das Potenzial ist da, das bestreitet niemand. Aber es hapert an Bürokratie, an Vermarktung und an Menschen, die was unternehmen.“

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