Zum Gutachten des BUND über den Ausbau der A14 bezieht der Verkehrsexperte der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Christoph Erdmenger, Stellung

„BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sieht seine Kritik an der A14 durch das Gutachten von RegioConsult bestätigt. Nicht nur die Bevölkerung in der Altmark wurde mit falschen Versprechungen seit Jahren hingehalten – nun stellt sich heraus, dass auch die Bundesregierung und die EU durch ein falsches Gutachten getäuscht wurden. Nachdem wir uns jahrelang wunderten, woher der prognostizierte zusätzliche Verkehr in der Altmark kommen sollte, zeigt sich nun, dass die Zahlen nach oben frisiert sind. Der Bundeshaushalt 2012 enthält schon heute keine Mittel für weitere Abschnitte der A 14. Jetzt wird die Finanzierung noch schwieriger!

 

Wir fordern die Landesregierung nun auf, die Pläne für die Autobahn sorgfältig zu prüfen. Erst dann sollte sie weitere Schritte im Planungsverfahren vornehmen. Auch beim Bau des bereits genehmigten Abschnitts bei Colbitz muss das Risiko berücksichtig werden, dass die EU-Mittel von 42 Prozent wegfallen könnten. Die Ortsumgehung für Colbitz darf sich aber nicht weiter verzögern. Daher sollte zunächst nur ein Streifen gebaut: Die Straße könnte dann als dreistreifige (2+1) Bundesstraße ausgewiesen werden.

 

Die Bevölkerung in den  von Verkehrslärm geplagten Orten der Altmark besitzt einen Anspruch auf finanzierbare Lösungen zu ihrer Entlastung. Neue Planungen müssen jetzt auf den Tisch. Preisgünstigere Alternativen sind Tempolimits, bauliche Veränderungen der betroffenen Straßen, Flüsterasphalt und der Bau von Ortsumgehungen. Für die Flüssigkeit des Verkehrs hilft die Erweiterung ausgewählter Streckenabschnitte um eine Spur erheblich weiter."

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Pressesprecher