Strukturwandel ist eine Riesenchance für den Burgenlandkreis


Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte gestern zu einem Bürgerdialog „Perspektiven für das Mitteldeutsche Revier: Was erwarten Sie von der Landespolitik?“ eingeladen. Und die Naumburgerinnen und Naumburger erwarten einiges, wie es sowohl am vollen Saal im Architektur- und Umwelthaus als auch an der regen und sachlichen Diskussion deutlich wurde.

Mit den fünf Abgeordneten der Grünen Landtagsfraktion sowie der Energieministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert und dem Landrat des Burgenlandkreises Götz Ulrich, wurde über die unterschiedlichsten Aspekte des Strukturwandels diskutiert, unter anderem über Arbeitsplätze, Nahverkehr, Bildung und Digitalisierung.

 

„Der Strukturwandel erfordert mehr Einsatz, als nur Projekte herauszuholen, die in den vergangenen 25 Jahren nicht realisiert wurden. Es ist eine Riesenchance für den Burgendlandkreis, damit er sich zukunftsfest aufstellen kann. Dafür müssen wir in Visionen denken und Strukturen für Menschen, Arbeitsplätze und Natur konkret verändern“, sagte Fraktionsvorsitzende Cornelia Lüddemann.

Landrat Götz Ulrich, der auch zu Gast bei der Fraktionssitzung der Grünen Landtagsfraktion war, hob das Thema Nahverkehr in den Vordergrund. Er würde sich wünschen, dass der Burgenlandkreis an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz angeschlossen wird, um sowohl den Umkreis besser an Leipzig anzubinden, als auch die Dörfer und Gemeinden des Kreises miteinander zu verbinden.

„Da stoßen sie bei uns auf offene Ohren“, sagte Lüddemann und fügte hinzu: „Autonomes Fahren bietet auch viele Zukunftschancen, wie ein Gutachten, das von uns in Auftrag gegeben wurde, gezeigt hat. Wir werden uns dafür einsetzen, dass ein Innovations- und Kompetenzzentrum für autonomes Fahren im Revier angesiedelt wird.“

Die Energieministerin stimmte den Anwesenden zu, dass die Kommunikation mit den Kreisen bisher schlecht gewesen sei. Sie erklärte, dass für eine verlässliche Kommunikation dringend Strukturen der Landesregierung vor Ort aufgebaut werden müssten. Zudem freute sie sich, dass die energiepolitischen Leuchttürme in der Region gut ankamen und der Vorschlag für eine Aufwertung der Natur und der Lebensqualität im Revier eine positive Resonanz gefunden haben.

„Es ist einiges holprig gelaufen, aber ich bin mir sicher, dass die ersten Startschwierigkeiten jetzt überwunden sind. Der Strukturwandel ist eine Chance, die klug und wohl überlegt genutzt werden muss“, sagte Lüddemann und kündigte an, dass die Grüne Landtagsfraktion wieder ins Revier kommen wird. „Denn der Austausch ist essentiell für unser Tun in Magdeburg.“

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