#GrünVernetzt sich mit den Akteurinnen und Akteuren der Digitalisierung im Land. Unsere Abgeordneten besuchten in der Woche vom 24. Juni bis 28. Juni dazu Leuchttürme der Digitalisierung aber gingen auch dorthin, wo Breitband-Internet noch auf sich warten lässt. Schnelles Internet ist jedoch die Grundlage von allem. Mit der Gigabit-Strategie sorgen wir für Glasfaserausbau bis ins Haus und damit für Anschluss an die Zukunft.

Die Sommertour kann auf Twitter und Instagram unter dem Hashtag #GrünVernetzt nachverfolgt werden.

 

 

 

 

Sebastian Striegel | Halle (Saale), Leuna

 

Sebastian Striegel eröffnete die Tour rund um das Thema Digitalisierung mit einem Besuch in der Stiftung Marthahaus Halle, die unter anderem ein Hotel - und ein Pflegeheim in der halleschen Innenstadt betreibt. Seit April 2019 können Senior*innen dort im Rahmen eines Pilotprojekts ihre Beweglichkeit und ihr Gleichgewicht mit eSports trainieren. Sebastian Striegel ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, die in Zusammenarbeit mit einer Krankenkasse aufgestellte MemoreBox im Marthahaus direkt einmal auszuprobieren, bevor es im Anschluss nach Leuna ging.

Die InfraLeuna GmbH bietet umfassende Infrastrukturdienstleistungen für Deutschlands größten Chemienstandort. Auf dem Gelände wird die Wasser, Wärme- und Energieversorgung dank Digitalisierung zentral gesteuert. Das birgt den entscheidenden Vorteil, der störungsfreien Versorgung aller Unternehmen des Chemiestandortes, wovon sich Sebastian Striegel vor Ort überzeugen konnte.

Zwei weitere Besuche in einer Bildungseinrichtung und bei einem Startup mussten aufgrund einer Straßensperrung nach Unfall ausfallen und werden nachgeholt.

Für Sebastian Striegel, den Sprecher der Fraktion für Digitales Leben, ist klar: „Digitalisierung wirkt in allen Lebensbereichen. Dass ältere Menschen von ihr profitieren können, indem sie Möglichkeiten von eSport nutzen, war mein Aha-Erlebnis des Tages."

 

Sebastian Striegel beim Testen der MemoreBox.

 

 

 

Olaf Meister | Haldensleben, Bülstringen

 

Theorie und Praxis der Digitalisierung standen beim Besuch von Olaf Meister in der Börde auf dem Programm. Dort haben sich acht Gemeinden in einer ARGE zusammengeschlossen um Unternehmen, Schulen und Familien flächendeckend mit einem Breitbandhausanschluss zu versorgen. Bei diesem Projekt nehmen die Kommunen die Versorgung mit schnellem Internet in die eigene Hand. Olaf Meister informierte sich vor Ort beim Beauftragten des Landkreises für das Breitbandmanagement, Holger Haupt, über die Genese, die Finanzierung sowie den Stand der Umsetzung, der in Bülstringen in der praktischen Umsetzung in Augenschein genommen werden konnte.

Olaf Meister wurde auf der Baustelle von Bürgermeister Sven Fahrenfeld, Verbandsgemeindebürgermeister Mathias Weiß und dem Ausbauteam erwartet, die über die kommunalen Herausforderungen des Breitbandausbaus berichteten. Olaf Meister schätzte zum Abschluss ein: „Schnelles Internet ist heute ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Mit dem Projekt leisten die Gemeinden einen wichtigen Beitrag für ihre Zukunft und sorgen dafür, dass sie und der ländliche Raum auch zukünftig für die Menschen und die Wirtschaft attraktiv sind.“

 

Olaf Meister im Gespräch mit dem Leiter des Ausbauteams und dem Beauftragten des Landkreises für das Breitbandmanagement, Holger Haupt.

 

 

 

Conny Lüddemann | Dessau-Roßlau

 

Die Themenfelder „Neue Technologien“, Automatisierung von Arbeitsabläufen, der Umgang mit Daten und anspruchsvolle digitale Kunden sind zusammen mit dem Geschäftsführer der Dessauer Verkehrsgesellschaft, Torsten Ceglaerek, erörtert wurden. So ist beispielsweise ein Livetracking per GPS zukünftig möglich. Eine digitale Karte zeigt dem Fahrgast per App, wie Busse und Bahnen durch die Städte fahren und macht eine Vorhersage der Ankunft möglich.

Von der Idee zur Marktreife: Das Dessauer Start-up „PinkWhy“, bietet Kunst zum Downloaden auf unterschiedliche digitale Endgeräte an. Noch wird pinkwhy von „Digital Creativity“ durch das Land Sachsen-Anhalt finanziert. Gemeinsam mit Jörg Schnurre ist Lüddemann der Frage nachgegangen, welche Hürden zu meistern sind um das Start-up in ein Erfolgsmodel zu wandeln.

Anschließend besuchte Conny Lüddemann den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Anhalt, Harald Wetzel. In Zusammenarbeit mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Magdeburg bietet die Wirtschaftsförderung für kleine und mittelständische Unternehmen aus Anhalt-Bitterfeld, Wittenberg und Dessau-Roßlau eine kostenlose Digitalisierungssprechstunde an. Themen sind unter anderem die Digitalisierung der Geschäftsabläufe, des Marketings und Services sowie die Organisation und Schutz von Daten.

Die Digitalisierung eröffnet dem Handwerk zahlreiche Chancen, beispielsweise für eine effizientere Auftragsbearbeitung, neue Dienstleistungen oder für den Gewinn neuer Kunden. Wie gelingt kleinen und mittleren Handwerksbetrieben die Digitalisierung in der Praxis? Welche finanziellen, zeitlichen und personellen Ressourcen werden dabei benötigt und wo sind die Grenzen? Um diese Fragen zu beantworten, besuchte ich den Bäcker- und Konditormeister Oliver Schieke.

Wissenswertes, kleine Rätsel und pfiffige Aufgaben führten von Station zu Station. Nach einer kurzen Einführung und Einblick in die Geschichte des Geocachings, ging es los. Die zweistündige, geführte Tour führte zu interessanten Orten und lies in zwei Teams die Welt mit dem Auge des Geocachers sehen. Beide Touren mündeten abschließend auf dem Campus der Hochschule, wo neben einer kleinen Erfrischung und Stärkung das Öffnen der Schatzkiste stattfand.

 

Conny Lüddemann mit Oliver Schieke in der Bäckerei Schieke.

 

 

 

Dorothea Frederking | Salzwedel, Lindenberg

 

Am Freitagvormittag besuchte Dorothea Frederking den Zweckverband Breitband Altmark. Er erschließt die weißen Flecken auf der Landkarte der Altmark – nämlich da, wo bisher kein Anbieter das Netz ausbaut - und legt Glasfaser für Breitband-Internet direkt bis ins Haus. Das derzeitige Ziel der Landesregierung ist ein Gigabit. Doch die verlegten Glasfaserkabel rüsten die Altmark für die Zukunft. Sie können sogar bis zu 60 Gigabit übertragen. Diese hohe Übertragungsraten können aber erst zum Tragen kommen, wenn die Endgeräte dafür zur Verfügung stehen. 

Neben dem Zweckverband treibt auch der Altmarkkreis die Digitalisierung voran. Das derzeit im Aufbau befindliche Regionale Digitalisierungszentrum Altmarkkreis Salzwedel möchte unter anderem Selbstständige stärken, die standortunabhängig sind. Die Themen Telemedizin, Landwirtschaft und Rufbus sind erste Aufhänger für Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern.

Am Nachmittag ging es für Dorothea Frederking raus aufs Feld – besser gesagt auf den Acker. Der IPGarten in Lindenberg bei Seehausen ist der weltweit erste Online- Garten. Ein Hektar Ackerland ist aufgeteilt in Felder zu je 16 qm, die jeweils für rund 400 Euro im Jahr gepachtet werden können. Die Pächterinnen und Pächter sitzen am Computer und geben per Mausklick Empfehlungen für den Anbau des eigenen Gemüses in Bioqualität, welches per Webcam auf dem Rechner betrachtet werden kann. Die reale Arbeit von Pflanzen, Hacken, Gießen und Ernten wird von Kooperationsbäuerinnen und -bauern erledigt. Die Lieferung erfolgt in wiederverwertbaren Boxen nach Berlin, wo die Pächterinnen und Pächter leben.

Nach der abendlichen Talkrunde auf dem Landhof Lindenberg stellte Dorothea Frederking fest: „Die Digitalisierung in der Landwirtschaft kann eine Brücke zwischen Stadt und Land sein. Der IPGarten führt die städtische Bevölkerung wieder an die landwirtschaftliche Urproduktion heran. Das schafft zugleich Wertschätzung für gute und nachhaltig angebaute Lebensmittel.“

 

 

 

 

Wolfgang Aldag | Halle (Saale)

 

In den Tag startete Wolfgang Aldag beim frisch eröffneten Unverpackt-Laden in Halle, der neben dem digitalisierten Warenverkauf im Geschäft auch in Zukunft auf einen Online-Shop zur Vorbestellung setzen will. Anschließend zog es den Abgeordneten in den Technologiepark Weinberg Campus.

Nach einem Startgespräch mit dem Geschäftsführer des Technologieparks, Herrn Dr. Schmieder, besuchte Wolfgang Aldag mit der Gesellschaft für nachhaltige Stoffnutzung mbH ein Unternehmen aus der Nachhaltigkeitsbranche und mit der Mitteldeutschen IngenieurConsult ein hochtechnologisiertes Unternehmen, welches mit größter Präzision und Qualität Gewässer, Bauten und Verkehrsprojekte ausmisst. Dabei wurde schnell klar, dass man sich auch als Land an solchen Unternehmen orientieren kann, um in Verwaltung und Landesbehörden beispielsweise beim Datenverkehr und der Anbindung an das Breitband-Internet auf ein zeitgemäßes Niveau zu kommen. Das Fazit am Ende des Tages: "Der Weinberg-Campus kann sich zurecht als ein Schmelztiegel von Innovation, Kreativität und Mut bezeichnen.", fasste Wolfgang Aldag seinen rund vierstündigen Besuch zusammen.

 

Wolfgang Aldag beim Startgespräch mit dem Geschäftsführer Dr. Schmieder auf dem Weinbergcampus.

 

 

 

Auf der Sommertour haben die Abgeordneten viele interessante Menschen getroffen, die die Digitalisierung in Sachsen-Anhalt voranbringen. In diesem Sinne gehen auch die Abgeordneten nach der Sommerpause wieder #GrünVernetzt an die Arbeit - für eine gelingende Digitalisierung und ein starkes Sachsen-Anhalt.

 

 

 

Ihre Abgeordneten

Cornelia Lüddemann
Cornelia Lüddemann
Fraktionsvorsitzende, Sprecherin für Mobilität, Soziales und Gleichstellung, Ländlicher Raum

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Olaf Meister
Sprecher für Wirtschaft, Finanzen, Kommunales, Wissenschaft sowie Tourismus

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Wolfgang Aldag
Sprecher für Klima-, Natur- und Umweltschutz, Bildung sowie Kultur

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Sebastian Striegel
Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Demokratie, Innen, Recht, Digitales Leben, Migration und Religion
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Dorothea Frederking
Sprecherin für Energie, Landwirtschaft, Tierschutz, Verbraucherschutz, Medien und Europa

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